Ich.Darf.Nicht.Schlafen.


Gedächtnisverlust nach 24 Stunden






Autor: S. J. Watson



Erscheinungsjahr: 2011
Verlag: Fischer (vorher im Scherz-Verlag)
397 Seiten
ISBN: 978-3-596-19146-8


Klappentext: Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, wenn du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?

 

Meine Meinung:
Christine Lucas wacht in einem Schlafzimmer auf, das ihr völlig fremd ist. Hat sie etwa gestern zu viel getrunken und einen Mann abgeschleppt, der mindestens doppelt so alt ist, wie sie?
Leider ist das nicht der Fall. Der Mann neben ihr ist nämlich ihr Ehemann Ben und sie 47 und nicht, wie gedacht, Mitte 20.
Der Schock sitzt ihr tief in den Knochen und so lässt sie sich von Ben alles erklären: Seit einem Autounfall verliert sie immer wieder das Gedächtnis, wenn sie einschläft. Nur die Erinnerungen bis einige Jahre vor dem Unfall sind noch intakt.
Sobald Ben zur Arbeit geht und Christine alleine ist, bekommt sie einen Anruf. Der Arzt, der sich als Dr. Nash vorstellt, will sich mit ihr treffen und erinnert sie an ein geheimes Tagebuch, in das sie jeden Tag schreibt.
Zunächst will sie es nicht glauben, aber tatsächlich stehen dort jegliche Details ihres Alltags. Beunruhigende Details…
Mit dem Fund des Tagebuchs beginnt der zweite Strang der Handlung. Wenn Christine wieder anfängt, aus dem Hier und Heute zu berichten, kann der ein oder andere schon mal kurzzeitig vergessen haben, dass er ja eigentlich nur das Tagebuch liest.
Im Laufe der Handlung werden immer mehr kleine Details bekannt, die einen immer größeren Spannungsbogen aufbauen.
Anfangs plätschert die Erzählung so dahin, der Leser wird ausführlich in Christines Leben eingeführt. Natürlich können Wiederholungen nicht vermieden werden, schließlich muss sie jeden Morgen die gleiche Prozedur des Aufgeklärt-Werdens durchlaufen. Der Autor meistert diese Situationen aber souverän und es wird nicht langweilig.
Obwohl sich die Spannungskurve erst ab der Mitte des Buches so richtig hebt, ist der Leser von Anfang an dabei. Christines Geschichte ist mitreißend und ich konnte das Buch auch da schon nicht mehr weglegen.
Später ist das Buch nichts für schwache Nerven! Nicht unbedingt in dem Sinne, dass es eklige Gemetzelszenen gibt, sondern eher so, dass die Spannung einem fast die Nerven zerreißt. Den letzten Teil des Buches habe ich doppelt so schnell gelesen, wie den Rest, weil ich einfach wissen musste, was passiert.
Das Ende beinhaltet eine ziemlich überraschende Wendung, bei der mir kurzzeitig der Atem gestockt hat.
Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar.
Um wenigstens eine Sache zu bemängeln, das Cover ist nicht wirklich passend. Zunächst hat es mich abgeschreckt, weil es ein bisschen 0-8-15-mäßig aussieht. Welche Verbindung der Nachtfalter mit dem Inhalt hat, ist mir auch schleierhaft. Das war’s dann aber auch schon mit der Kritik. 

Fazit:
Sehr empfehlenswertes Buch mit interessanter Geschichte und wahnsinnig spannendem Ende. 

Bewertung:

                                            5 / 6 Herzen
 

1 Kommentar:

  1. Das Buch hört sich sehr interessant an. Ich klaue den Titel für meine Wunschliste :) Eigentlich habe ich ja schon viel zu viele Bücher, bei dem kann ich aber nicht widerstehen.

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