Mein McFadyen-Experiment



Vergleich: „Ausgelöscht“ aus der Smoky-Barrett-Reihe und „Der Menschenmacher“ 

Zuerst: „Der Menschenmacher“


Inhalt: 
David, Charlie und Allison verbinden zwei Dinge. Als sie Kinder waren, wurden sie von einem Mann gefangen gehalten, den sie Dad nennen mussten und der sie zum „Übermenschen“ machen wollte. Wenn die Kinder nicht das Richtige getan hatten, wurden sie schmerzhaft mit dem Gürtel oder anderen Foltermethoden bestraft.


Obwohl die Adoptivgeschwister heute meilenweit voneinander entfernt leben, bekommen sie alle die gleiche DVD, auf der zu sehen ist, wie eine junge Frau vergewaltigt und getötet wird.


Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt, als Charlies und Davids Töchter entführt werden. Von nun an muss das Trio Aufgaben erledigen, wenn sie verhindert wollen, dass ihr Liebstes umgebracht wird. Dabei stellt sich immer öfter die Frage: woher weiß der Entführer so viel von ihrer dunklen Vergangenheit? In welcher Verbindung stehen sie zu ihm?


 

Meine Meinung: 
Die psychologisch raffinierte und nervenzerreißende Schnitzeljagd, die sie durch das Buch zieht, ist sehr gut inszeniert und spannend. Etwas verwirrt und enttäuscht war ich durch die Auflösung. Insgesamt hat mir das Buch aber schon gefallen.



Nachdem ich den Menschenmacher gelesen hatte, wollte ich noch ein weiteres Buch von McFadyen lesen, wurde allerdings ziemlich enttäuscht. Abgesehen von dem eben genannten Krimi stammen alle anderen Bücher aus der Smoky-Barrett-Reihe. 


Zweitens: „Ausgelöscht“

Inhalt: 
Auf der Hochzeit einer guten Freundin wird Agentin Smoky Barrett eine seit sieben Jahren vermisste und psychisch völlig labile Frau praktisch vor die Füße geworfen. Alles an ihrem Verschwinden deutet auf ihren Mann hin, der gesteht, auf einer Internetplattform einen Profi engagiert zu haben, der seine Frau problemlos verschwinden lässt. Aufgetaucht sei die Frau, weil der Ehemann Hollister den Profi, der sich „Dali“ nennt, nicht bezahlt hatte. Dabei wurde die jetzige Ehefrau Hollisters lobotomiert, ihre Nervenbahnen wurden also zerstört, sodass sie weder sprechen, noch ihren Körper kontrollieren kann, und in einen Leichensack gesteckt.


 Die Jagd auf Dali geht los, doch ehe sie sich versieht, fällt Agentin Barrett ihm selbst zum Opfer. 

Meine Meinung: 
Puh. Das Buch geht ganz nett los. Es wird zwischendurch immer wieder aus der Sicht eines Kindes erzählt, dessen Vater ihm vom Überleben erzählt und offensichtlich auch gewalttätig ist. Das trägt nachher zur Identifizierung des Täters bei, wäre aber nicht notwendig für die Handlung gewesen. Die Auflösung ist so lala. Das hiesige Detail, mit dem der Täter letztendlich überführt werden kann, war für mich persönlich eine Enttäuschung. Smokys Gefangenschaft hat sich hingezogen und war echt langweilig, genauso wie dieses ganze Rumsurfen auf dieser einen Internetseite. Alles in allem kam es mir so vor, als hätte McFadyen sich dazu gezwungen gefühlt, ein weiteres Buch dieser Reihe zu schreiben und es finden sich immer wieder Situationen in dem Krimi, die einfach nicht zur Handlung beitragen. Ich weiß nicht, ob ich noch ein weiteres Buch aus dieser Reihe lesen würde. 

Fazit: 

McFadyens „Ausreißer“, Der Menschenmacher war an sich sehr spannend und interessant. Die Barett-Reihe ist zumindest für mich nichts. In einem Interview hat der Autor die Entscheidung, ein anderes Buch zu schreiben, damit begründet, dass es zur Abwechslung für ihn und seine Leser gut sei, mal etwas anderes zu schreiben bzw. zu lesen, damit es nicht auf Dauer langweilig wird. Genau so sehe ich das auch. Gerne darf noch ein anderes Buch außerhalb der Reihe kommen.

 

Kommentare:

  1. Hallo Stefanie,

    ich hatte leider keine Geduld und habe das Buch zur Seite gelegt, als ein vermeintlich Besseres angekommen ist. Vielleicht versuche ich es nochmal irgendwann...

    LG

    Kay

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  2. Lieber Kay,

    ganz ehrlich. Das kann ich voll und ganz verstehen. Wenn du nochmal irgendwann dazu greifen solltest, nicht schlimm. Aber fall nicht.. naja, du wirst nicht allzu viel verpassen!
    Lg,
    Stefanie

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  3. Danke, liebe Stefanie, noch steht das Buch in meinem Regal...Aber ich glaube fast, ich werde es nicht mehr lange dort stehen sehen ;-)

    Danke für die schöne Rezension!

    LG

    Kay

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