[Rezension] Mein Weg zu dir

Kann Liebe 25 Jahre überstehen?






Autor: Nicholas Sparks
Erscheinungsjahr: 2012
Verlag: Heyne
ISBN 978-3-453-40864-7
416 Seiten

Klappentext:

Amanda und Dawson sind erst siebzehn, als sie sich unsterblich ineinander verlieben. Doch ihre Familien bekämpfen die Beziehung, und widrige Umstände trennen sie schließlich endgültig. Fünfundzwanzig Jahre später kehren die beiden in ihr Heimatstädtchen zurück. Sie empfinden noch genauso tief füreinander wie damals. Aber beide sind von Schicksalsschlägen gezeichnet, und die Kluft zwischen ihnen scheint größer denn je zu sein ...


Meine Meinung:

Gut. Meiner Meinung nach hat Nicholas Sparks schon Besseres geschrieben. Aber definitiv auch Schlechteres.
In Mein Weg zu dir sind Dawson und Amanda die Protagonisten. Beide sind Anfang 40 und haben sich seit 25 Jahren nicht mehr gesehen. Damals waren die beiden ein Paar, jedoch stammt Amdanda aus der Oberschicht und ihre Familie duldet die Beziehung nicht.
Dawson hat sich seitdem nie wieder mit einer Frau getroffen und pflegt auch sonst keine sozialen Kontakte, außer zu Tuck. Tuck ist so etwas wie sein Ersatzvater, denn Dawsons eigener Vater hat ihn geschlagen, genau wie der Rest seiner Familie.
Doch der gute alte Tuck hat jetzt das Zeitliche gesegnet und sein Anwalt bittet Dawson nach Oriental, in seine Heimatstadt zu kommen. Ohne dass einer der beiden davon wüsste, bittet der Anwalt auch Amanda zu kommen, da sie Tuck regelmäßig besuchte.
Anfangs gibt es immer wieder Rückblenden, in denen der Leser erfährt, wie sich die Beziehung zwischen Amanda und Dawson entwickelt hat. Obwohl Tuck zu Anfang des Buchs schon tot ist, erfährt man in diesen Rückblenden richtig viel über ihn und obwohl er eher wortkarg zu sein schien, war er mir richtig sympathisch (vor allem, weil er eingefädelt hat, dass Amanda und Dawson sich nach so langer Zeit wieder begegnen).
Wie schon erwähnt, ist Dawson nur für sich. Anfangs fand ich das ein bisschen merkwürdig und dachte, dass er deshalb ja irgendwie komisch sein müsste. Ist er aber nicht. Dawson hängt immer noch an Amanda, die er nur hat gehen lassen, um ihr ein glückliches Leben zu ermöglichen (natürlich hat seine Entscheidung die beiden eher unglücklich gemacht, aber naja…). Den Gedanken, dass eine Liebe, die man mit 17 Jahren füreinander empfindet, 25 Jahre komplett ohne Kontakt überdauern soll, fand ich ein bisschen too much. Trotzdem war es schön zu sehen, wie die Beziehung zwischen Amanda und Dawson an dem Wochenende, das sie gemeinsam in Oriental verbringen, wieder aufblüht.
Amanda ist inzwischen verheiratet und hat drei Kinder. Trotzdem ist sie über Dawson nie richtig hinweggekommen. Es gab die üblichen Sparks-Szenen wie Briefe von Verstorbenen und Tanzen im Wohnzimmer. Allerdings hat der Autor auch neue Elemente in seine Geschichte eingebaut, wie Geister und den ein oder anderen Thriller-Anteil.
Sparks beschränkt sich hierbei nicht nur auf eine Sicht. Fast jede Person, die auch  nur eine kleine Rolle spielt, bekommt einmal das Wort.
Das Ende hat mir leider gar nicht gefallen. Ich war sogar ziemlich enttäuscht. Die Entscheidung, die Amanda trifft, fand ich ein bisschen Sparks-untypisch. Aber ich will nicht zu viel verraten.

Fazit:

Insgesamt stellt der Roman eine schöne Liebesgeschichte dar. Auch wenn mir Wie ein Licht in der Nacht besser gefallen hat, hatte auch Mein Weg zu dir sehr schöne, romantische, aber auch tragische Stellen und hat mir ein paar angenehme Lesestunden beschert. Achja, ich finde übrigens, dass der englische Titel „The Best of Me“ vieel besser passt. 

                                                       4 / 6 Herzen


Vielen Dank an den Heyne-Verlag für das Rezensionexemplar!

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