[Rezension] School of Secrets: Verloren bis Mitternacht

Ein Abstecher ins Haus der Angst






Autor: Petra Röder
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Impress
ISBN 978-3-646-60001-8
210 Seiten

Klappentext:

Als die siebzehnjährige Lucy die Zusage zu einer mysteriösen Internatsschule in ihrem Briefkasten findet, ist sie sich zunächst einmal sicher, dass es sich um einen Irrtum handeln muss. Von einem Woodland College hat sie bislang noch nie etwas gehört und sich auch ganz sicher niemals dort beworben. Doch als sie dem tief im Wald gelegenen College einen Besuch abstattet, merkt sie schnell, dass es sich um kein gewöhnliches Internat handelt. Das Woodland College nimmt nur ganz besondere Schüler auf, Schüler mit übernatürlichen Fähigkeiten – und stellt sie mitunter vor die ungewöhnlichsten Herausforderungen. Nicht umsonst wird das Internat in den umliegenden Dörfern die »School of Secrets« genannt …


Meine Meinung:

Ich hatte mir unter dem Buch ein bisschen was wie „House of Night“ vorgestellt. Im Großen und Ganzen ist der Klappentext allerdings völlig nichtssagend.
Die Handlung steigt ein, als Lucy schon seit drei Monaten auf der School of Secrets ist. Wie sie dorthin gekommen ist, wird auf ein paar Seiten in einer Rückblende erzählt. Im Buch geht es überhaupt nicht um die Schule an sich, sondern um etwas völlig anderes.
Lucy und ihre Clique (die aus unzähligen Leuten besteht) will nämlich das Haus der Angst besuchen. Zuletzt wurde es vor zehn Jahren von einer Gruppe von Schülern aufgesucht, von denen nur einer lebend wieder herauskam. Der Reiz, den es dabei gibt, ist dass die Gaben, die jeder Schüler der School of Secrets hat (wie z.B. Hexen oder Heilen), verstärkt werden, wenn man das Haus bewältigt. Zu der Clique stoßen in letzter Minute noch die Schuldiva Noemi und der Neue David hinzu.
Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es zwischen David und Lucy im Laufe der Geschichte knistert. Für meinen Geschmack aber viel zu schnell, ohne dass die beiden sich richtig nahekommen.
Sowieso konnte Lucy mich nicht so richtig für sich gewinnen. Sie war zwar ein ganz nettes Mädchen, stand aber häufig auch mal auf dem Schlauch. Sie war halt einfach da, aber kein Charakter, der mir besonders aufgefallen wäre.
Die Aufgaben, denen sich die Gruppe im Haus der Angst stellen müssen, fand ich ganz interessant. Die Idee war ja an sich auch gut, allerdings ist die Sache meiner Meinung nach komplett überflüssig für die eigentliche Handlung. Die offenbart sich nämlich erst so in den letzten 30% des Romans.
Die Wendung, die es zum Schluss hin gibt, fand ich gut gelungen und sie hat mir gut gefallen. Das hat wirklich Spannung reingebracht. Leider hat sich der Konflikt meiner Meinung nach etwas zu schnell aufgelöst. Das Ende deutet auf eine Fortsetzung hin, ist aber kein Cliffhanger.
Meiner Meinung nach hätte sich die Autorin dieses Haus der Angst sparen können. Es nimmt einen viel zu großen Teil des Buches ein. Eher hätte sie sich auf die eigentliche Handlung konzentrieren sollen und vielleicht mehr auf Lucys Einstand im Woodland College eingehen können. Dann hätte mir das Buch vielleicht besser gefallen.

Fazit:

Die Idee mit den verschiedenen Gaben, die in der School of Secrets aufeinander treffen und weitergebildet werden, hat mir gut gefallen. Eine solche Welt war für mich neu und viele der vorgestellten Gaben fand ich echt cool. Leider konnte mich der erste Teil der Handlung nicht wirklich überzeugen, vor allem, da er meiner Meinung nach einfach nicht relevant für den Plot war. Das Ende hörte sich allerdings vielversprechend an und wenn es eine Fortsetzung gibt, erwarte ich mir davon mehr, als von diesem ersten Teil. 

                                                   4 / 6 Herzen


Vielen Dank an Impress für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

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