[Rezension] Verliebt, Verlobt, Verflucht

Im Land der Minitrolle und Halbelben






Autor: Melanie Neupauer
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Impress
ISBN 978-3-646-60015-5 (nur als Ebook erhältlich)
168 Seiten
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Klappentext:

Eigentlich läuft im Leben der fünfzehnjährigen Natalie alles so, wie es sein sollte: Ihr Haustroll macht die besten Karamellwaffeln der Welt, Bebittas Zauberstift lässt auch die hartnäckigsten Pickel verschwinden und ihr Vater hat als Gebrauchtzauberwarenhändler die raffiniertesten Spickzettel auf Lager. Vor allem aber gibt es da die Halbelbin Gingin, ihre allerbeste Freundin, mit der sich sogar der nervtötende Geschichtsunterricht aushalten lässt. Eigentlich fehlt in Natalies Leben nur eins: die Gewissheit, nicht für immer ungeküsst zu bleiben. Das sieht aber eher hoffnungslos aus. Bis sie im Kamin eine schwarze Rose und den Liebesbrief eines gewissen Artus findet, der behauptet, sie schon seit Jahrhunderten zu kennen …


Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Die Welt von Natalie hörte sich für mich sehr interessant an.
Das Buch startet mit einem Prolog, der 600 Jahre vor der eigentlichen Handlung stattfindet. Die Protagonisten sind Natalie und Gingin, genau wie auch 600 Jahre später. Anfangs hat mich das verwirrt, aber später habe ich mich daran gewöhnt.
Natalie war mich an sich nicht unsympathisch, aber irgendwie war ihr Charakter so schwach und farblos. Da fand ich ihre beste Freundin Gingin, die immer hüpft und ein Energiebündel zu sein scheint, schon aufregender. Natalie scheint ein nettes Mädchen zu sein, aber an ihr sticht nichts heraus, sodass man sagen könnte: Das ist typisch Natalie! Und als kleine Randbemerkung: Es hätte Natalies Figur sicher nicht geschadet, wenn sie wenigstens ein, zwei Jahre älter gewesen wäre. 15 Jahre waren für meinen Geschmack etwas zu jung.
Die Handlung kommt ins Rollen, als Natalie einen Brief von einem gewissen Artus bekommt, der behauptet, sie seit 600 Jahren zu kennen. Der Brief ist auf schwarzmagische Weise durch ihren Kamin gekommen und Natalie ist verwirrt, ein bisschen ängstlich, aber vor allem neugierig.
Ich weiß immer noch nicht, was ich von Artus halten soll. Er konnte mich bisher einfach noch nicht davon überzeugen, dass er Natalie aufrichtig liebt. Er ist ein Schwarzmagier, also in gewisser Weise ein Bad Boy in der Hexenwelt, und normalerweise reizt mich das auch. Aber irgendwie erschien er mir auch ein bisschen zwielichtig. Besonders gegen Ende habe ich mir die Frage gestellt, ob er wirklich nur an Natalie interessiert ist, oder auch noch andere Ziele verfolgt.
Besonders sympathisch war mir übrigens der niesende Kaktus mit Dauererkältung
An vielen Stellen ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass es der Geschichte, der Spannung und der Atmosphäre nicht geschadet hätte, wenn die Autorin die Situation noch weiter ausgeschmückt hätte. Es kommt einfach manchmal vor, dass Dinge geschehen, die Spannung erzeugen sollen, aber dadurch dass Frau Neupauer sie nur in so wenigen Sätzen beschreibt, kommt die Spannung einfach nicht rüber. Vor allem in der Schlussszene ging es mir so.
Allerdings haben mir die Wendungen am Ende gut gefallen. Sie haben ein bisschen Spannung in die Geschichte gebracht und noch mehr Fragen aufgeworfen. Die meisten dieser Fragen blieben unbeantwortet, aber das ist nicht schlimm. So wie das Ende verlaufen ist, wird es sicherlich eine Fortsetzung geben.
Übrigens finde ich das Cover echt schön! 



Fazit:

Die Idee finde ich eigentlich super, nur hätte die Autorin noch viel mehr daraus machen können. An sich war die Geschichte ganz nett zu lesen. Es gab eigentlich keine Längen und einige interessante Wendungen am Ende. Trotzdem konnte ich mit der Protagonistin nicht so ganz warm werden. Wenn es einen zweiten Band gibt, würde ich ihr aber trotzdem noch eine Chance geben. 

                                                               4 / 6 Herzen

Vielen Dank an Impress für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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