[Rezension] Die Vernichteten

Abschluss einer tollen Dystopie




Autor: Ursula Poznanski
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Loewe
ISBN 978-3785575482
528 Seiten 

Klappentext:

Das grandiose Finale einer außergewöhnlichen Thriller-Trilogie – ein meisterhaftes Verwirrspiel. Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.


Meine Meinung: 

Auch, wenn das Ende vom zweiten Teil mir schon meine größte Frage beantwortet hatte, musste ich trotzdem wissen, wie es mit Ria weitergeht und ob sie es schafft, Dhalion aufzuhalten.
Es passieren immer wieder überraschende Dinge, unter anderem lernen wir Rias „echte“ Familie kennen. Außerdem geschehen schlimme Dinge im Clan der Schwarzdornen. Und schließlich kommt noch eine Wahrheit ans Licht, die alles in einem anderen Licht darstellt.
Ria hat im Laufe der ganzen Geschichte eine tolle Wandlung durchgemacht. Der größte Teil davon war natürlich in Band 1, als sie merkt, dass die Sphären gar nicht so harmlos sind, wie sie scheinen. Aber auch jetzt noch konnte ich Veränderungen an ihr bemerken, zum Beispiel, dass sie die antrainierte Kontrolliertheit immer mehr bleiben lässt und dass sie eher Leute an sich heranlässt. Konnte ich im ersten Teil noch keine wirkliche Bindung zu ihr herstellen, ist sie mir nun doch sehr ans Herz gewachsen.  
Leider bin ich etwas enttäuscht von Rias Beziehung zu Sandor. In Teil 2 hatte die Autorin das so schön aufgebaut und man hat einen deutlichen Unterschied zu der eingeschlafenen, lahmen Beziehung zwischen Ria und Aureljo gemerkt. In diesem Teil kam es mir allerdings so vor, als ob auf einmal auch Rias neue Beziehung so schwunglos wäre. Na klar, die Umstände unter denen sie alle leben, sind schwierig und die Liebesgeschichte steht in dieser Dystopie natürlich nicht im Vordergrund. Und doch hat man noch nicht einmal ein „Ich liebe dich“ zwischen Ria und Sandor gehört, oder dass sie sich von ihm angezogen fühlt. Naja, trotzdem hat mir das nicht den Lesespaß geraubt, aber an dieser Stelle wäre einfach noch mehr drin gewesen.
Natürlich hat auch eine gehörige Portion Spannung nicht gefehlt. Ria und ihre Freunde müssen sich immer wieder in Gefahr begeben, um an das Gegenmittel zu kommen und Aureljo und Dantorian zu helfen.
Das Ende war nervenaufreibend und ich habe lange gezittert, ob auch alles gut geht. Mit der Auflösung, die die Autorin mir schließlich bot, bin ich sehr zufrieden. 

Fazit

Die Vernichteten bildet einen würdigen Abschluss der Eleria-Trilogie. Diese Reihe ist für mich ein Paradebeispiel für eine gelungene Dystopie mit einer außergewöhnlichen Protagonistin. Gerade dieser dritte Teil hat mir sehr gut gefallen und es mangelt nicht an Spannung. Wer unvorhersehbare Wendungen mag und eine gelungene dystopische Welt schätzt, der ist mit der Eleria-Trilogie definitiv richtig beraten. 

                                                          5 / 6 Herzen

1 Kommentar:

  1. Tolle Rezi :))

    Ich hoffe, dass Band 2 und 3 mich auch mehr begeistern können :))

    Liebe Grüße<3

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