[Rezension] Du kannst keinem trauen

Leider erst ab der Hälfte spannend




Autor: Robison Wells
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: FJB
ISBN 978-3841421401
480 Seiten

Klappentext: 

Der 18-jährige Benson hat ein Stipendium für ein Elite-Internat ergattert. Doch die Schule ist nicht wie erwartet: Umgeben von Stacheldraht und hohen Mauern, ohne Kontakt zur Außenwelt sind die Schüler dort Gefangene. Es gibt keine Lehrer, aber strikte Regeln, deren Einhaltung durch Kameras überwacht und mit harten Strafen geahndet wird.
Die Schüler sind gezwungen, um ihr Überleben an der Schule zu kämpfen. Gegen die Regeln verliebt sich Benson in Jane. Als sie bei einem brutalen Kampf schwer verletzt wird, macht Benson eine grauenvolle Entdeckung …


Meine Meinung: 

Dieses Buch war mein Must-Read für diesen Monat und ich habe es noch schnell auf den letzten Drücker verschlungen.
Unter dem ganzen Gefangensein und Schule ohne Lehrer konnte ich mir nie so richtig was vorstellen. Ich muss sagen, ich war dann ein bisschen enttäuscht von der Umsetzung.
Wir steigen praktisch sofort ins Geschehen ein, denn wir erleben mit, wie Benson an seiner neuen Schule ankommt. Das fand ich schonmal gut. Aber dann bemerkt er recht schnell, dass hier irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Als er dann endlich in den Jungen-Wohnbereich gelangt, belagern ihn gleich alle Leute und wollen, dass er ihrer Gruppe beitritt.
Denn es gibt drei Banden an der Schule: Die Society, die Havoc und die Variants. Und untereinander sind die Banden nicht nett zueinander. Dieser ganze Bandenkram hat mir nicht wirklich zugesagt. Ich hatte mich auf einen halbwegs normalen Schulalltag gefreut, aber der Autor lässt uns eigentlich nicht einen einzigen ruhigen Tag erleben.
Denn für Benson ist klar: Er will hier raus. Auch wenn die anderen sich mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben scheinen, kann er damit nicht leben.
Ich muss sagen, dass so die erste Häfte für mich eher langweilig war und wenn auch nicht zäh, musste ich mich schon ein bisschen dazu zwingen, weiterzulesen.
Richtig interessant wurde es dann ca ab Seite 280. Da gibt es eine absolut unvorhersehbare Wendung und von da an ist der Titel Programm. Man weiß wirklich nicht, wem man noch trauen kann.
Allerdings muss ich leider auch hier anmerken, dass ich solche paranoiden Gedanken schon besser vermittelt bekommen habe. Wenn ich zum Beispiel an Night School denke. Oder Dark Village. Da ist dieses Gefühl, dass man einfach niemandem trauen kann und sich ständig umentscheidet, wer jetzt der Böse ist, noch viel intensiver.
Aber trotzdem war die zweite Hälfte dann sehr spannend und ließ sich auch total schnell weglesen. Der Schreibstil des Autors ist passend zu den jugendlichen Charakteren sehr jung und einfach.
Das Ende war sehr temporeich, hat aber noch längst nicht alle meine Fragen beantwortet. Ich war froh, dass die ersten beiden Kapitel des Folgebands noch darin enthalten waren, denn der letzte Absatz war doch ziemlich verwirrend. 

Fazit

Auch, wenn der Start des Buches eher trocken und ein bisschen langwierig war, hatte ich mich nach einer Weile doch in Besons Welt eingefunden und gerade ab der Hälfte wurde es richtig spannend. Ich hoffe noch auf eine Steigerung im zweiten Teil. 

                                                             4 / 6 Herzen

Kommentare:

  1. schöne Rezi! :))

    Ich hab das Buch schon öfter gesehen, aber war mir bis jetzt noch nie so ganz sicher ob ich es kaufen sollte :D Vielleicht zieht es ja bald bei mir ein wenn es dich hinterher so gefesselt hat ;) :)

    Lg ♥

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    1. Naja, so sehr gefesselt hat es mich rückblickend dann auch wieder nicht. Ich habe inzwischen den zweiten Teil beendet und kann dir eigentlich nur vom Kauf abraten..
      Liebe Grüße

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