[Rezension] Endgame

Die Auserwählten 




Autor: James Frey
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Oetinger
ISBN 978-3789135224
592 Seiten

Klappentext: 

ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch. Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird.


Meine Meinung:




Puh. Wo soll ich da anfangen.
An keinem wird der Hype um Endgame vorbeigegangen sein. Nun ist das immer so eine Sache mit Büchern, die im Vorfeld durch den Verlag und die Medien so gepusht werden. Die Erwartungen steigern sich ins Unermessliche und die Vorfreude wächst mit jedem neuen Endgame-Video.
Ich zähle mich jetzt nicht zu den Menschen, die es gar nicht mehr erwarten konnten, das Buch in den Händen zu halten. Ich war schon gespannt, aber vor allem ein bisschen verwirrt und ratlos. Denn trotz der groß angelegten Kampagne zum Buch wusste ich immer noch nicht wirklich, was mich erwartet.
Auf den ersten Blick dachte ich an etwas, wie Die Tribute von Panem. 12 Spieler, nur einer kann überleben.
Aber dann ist es ja auch wieder völlig anders, schließlich ist hier vom Ende der Welt die Rede. Das Endzeit-Genre mag ich ja ziemlich gerne.
Allerdings geht es ja dann auch wirklich um ein Spiel, und darunter konnte ich mir halt absolut nichts vorstellen. Auch nicht die Gründe dafür und den Sinn dahinter.
Deswegen bring ich jetzt mal kurz Licht ins Dunkel: In der Nähe von jedem der 12 Spieler schlägt ein Meteorit ein, der eine Botschaft für sie enthält. Diese Botschaft führt sie alle nach China, wo sie sich das erste Mal treffen. Außerdem treffen sie dort ein Wesen – ein Alien, nehme ich mal an – das lustiger- und unerklärterweise den Namen eines erdähnlichen Exoplaneten trägt (nämlich kepler 22b). Dieses Wesen hat 7 Finger und sieht weder männlich noch weiblich aus. Außerdem kann es mit den Spielern in deren Köpfen sprechen. Es erklärt, dass sie drei Schlüssel finden müssen: Den Erd-, Himmels- und den Sonnenschlüssel. Wer alle drei Schlüssel findet, gewinnt Endgame und dessen Geschlecht überlebt den Untergang der Welt. So weit so gut.

Ich muss leider sagen, dass mich der Schreibstil von James Frey sehr gestört hat. Der Autor schreibt im Präsens in der dritten Person und benutzt dabei sehr kurze und oftmals abgehackte Sätze. Meiner Meinung nach ist das keine gelungene Kombination. Es wirkte auf mich so, als wolle der Autor damit Spannung erzeugen, jedoch hat er dieses Ziel bei mir verfehlt. Natürlich war das Buch spannend, aber ich bin halt trotzdem immer wieder über die Sätze gestolpert.
Dann waren da noch die unzähligen Figuren. Manche lernen wir besser kennen, manche weniger.
Schnell rücken Sarah Alopay und Jago Tlaloc in den Mittelpunkt. Wir lesen trotzdem immer noch abwechselnd aus der Sicht aller Spieler, aber die beiden kommen deutlich öfter zu Wort. Sarah mochte ich sehr gerne. Sie ist eigentlich auch die einzige Spielerin, die sich als umgänglich erweist. Die meisten anderen Figuren sind hart und haben keine Skrupel, andere Menschen zu töten.
Was mich übrigens auch ein bisschen gestört hat, war Sarahs Freund Christopher. Er ist kein Spieler und Sarah erzählt ihm alles, nachdem der Meteorit ihre Abschlussrede gecrasht hat. Sie sagt ihm, dass sie weg muss und wahrscheinlich sterben wird, und dass er sie vergessen soll. Natürlich folgt er ihr trotzdem. Am Anfang war das ja noch ganz niedlich, aber nach einer Weile hat er Sarah und Jago einfach nur noch behindert und hat trotzdem stur darauf beharrt, mit ihnen zu kommen.
Was das Rätsel angeht… Wer soll das denn bitte lösen? Vielleicht bin ich auch einfach zu doof dafür.
Das Ende war mir zu actiongeladen. Der Handlung hat auf einmal so an Fahrt aufgenommen, dass ich schon fast das Gefühl hatte, mich beim Lesen zu verhaspeln. Dadurch ging auch die bildliche Beschreibung der Geschehnisse unter und ich konnte mir gar nicht mehr wirklich vorstellen, was da jetzt passiert ist.
Außerdem lässt das Ende einige Fragen offen. 

Fazit

 Mit gehypten Büchern muss man ja vorsichtig sein. Das war ich auch und so waren meine Erwartungen jetzt nicht allzu hoch. Was sich auch nicht als schlecht erwiesen hat, denn von der Handlung her konnte mich Endgame nicht so überzeugen. Vielleicht müsste ich es nochmal lesen, damit ich alles verstehe, aber momentan kommt es mir einfach so vor, als wäre da ganz vieles durcheinander gewesen und zu viele Informationen auf einmal, als dass ich alles nachvollziehen könnte. Im Nachhinein kommt mir die ganze Story auch irgendwie ein bisschen sinnlos vor. Naja, mal schauen, wie es in den nächsten Büchern weitergeht. Gibt es dann eigentlich einen neuen Goldschatz und ein neues Krypto-Rätsel?

                                                          4 / 6 Herzen

Kommentare:

  1. Schöne Rezi ♥ bei mir liegt Endgame auch noch aufm SuB und ich bin echt gespannt dadrauf was es so zu bieten hat :) aber ich finde das Buch wird ganz schön vom Verlag gehypt mit App und Gewinnspiel und Kinofilm und allem ... Das Rätsel finde ich ziemlich schwer und ich bin mal gespannt ob es jmd löst ♥
    Liebe Grüße
    Nasti ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also auf den Kinofilm bin ich schon gespannt.
      Aber ja, ich seh das genau wie du. Wenn es wenigstens einen Hype durch die Leser hätte.. Aber da steckt halt zu 100% der Verlag dahinter, bzw. die Verläge weltweit, die daraus so ein Medienevent gemacht haben.
      Sogar mein Vater hatte schon von dem Buch gehört und wusste, dass das ganz aktuell ist... :D
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Ich bin ja total gespannt auf das Buch, erst dachte ich, es wäre ein weiterer unnötiger Hype, aber irgendwie spricht mich die Geschichte schon an. Vor allem mag ich diese Perspektivenwechsel eigentlich ganz gerne und finde es cool, dass alle Spieler mal zu Wort kommen. Das man selbst dabei ein Rätsel lösen soll na ja ... Ist nicht so meins :D Ich denke, wenn ich das Buch lese, werde ich mir damit auch keine Mühe machen - es wird ja wohl in den Folgebänden gelöst werden?! :D
    Schöne Rezension übrigens. Warum hast du dann eigentlich immer noch 4 von 6 gegeben, wenn es dir gar nicht sooo gut gefallen hat? :p

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nee, das Rätsel wird nicht in den Folgebänden aufgelöst :D Es geht ja für den Leser darum, den Schlüssel zu einem Tresor in Los Angeles oder so zu finden, damit man das Gold gewinnt. Wäre ja irgendwie doof, wenn sie das dann verraten :D
      Ich habe dem Buch trotzdem 4 Herzen gegeben, weil ich 3 dann doch zu hart fand. Es war ja wie gesagt kein schlechtes Buch... ich hatte halt nur einige Probleme damit.
      Bei den 5-er Skalen zb bei Lovelybooks und Goodreads habe ich dann 3 Sterne gegeben, damit das ungefähr im Gleichgewicht bleibt.

      Löschen
  3. Hallo Stefanie,
    ich habe dem Buch 4 von 5 Büchern gegeben, fand es eigentlich richtig gut. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, das stimmt natürlich. Trotzdem konnte mich die Geschichte überzeugen, weil sie viele mythologische Hintergründe beinhaltet. Die Annunaki kommen in mesopotamischen Legenden vor. Diese Legenden haben mir immer gut gefallen. Vermutlich mag ich dieses Buch deswegen so gerne bzw. interessiert es mich einfach total, ob es sich in Richtung Legende oder doch ganz anders entwickelt. Wenn du magst, kannst du dir meine Rezi natürlich gerne auf meinem Blog durchlesen.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende :)

    AntwortenLöschen
  4. Huhu meine Liebe,

    ich habe dich getaggt. Das ist ein spezial Halloween Tag von der lieben Leslie und wir würden uns freuen, wenn du mitmachst:

    http://lovinbooks4ever.blogspot.de/2014/10/ihr-lieben-zaubermause-meine.html

    AntwortenLöschen
  5. Tolle Rezi, auch wenn Sie leider etwas negativ ausgefallen ist. Das Buch liegt noch auf meinem SuB und ich bin sehr gespannt darauf, und mal schauen ob ich im WirrWarr durchblicke ;)!

    LG Piglet ♥

    AntwortenLöschen