[Rezension] Ihr seid nicht allein

"Enttäuschend" ist hierfür ein zu schwaches Wort




Autor: Robison Wells
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: FJB
ISBN 978-3841421418
400 Seiten 

Klappentext

Nach der Flucht aus dem Elite-Internat haben von über 50 Schülern nur der 18-jährige Benson und Becky überlebt. Doch jenseits der Mauern und Stacheldrahtzäune lauert eine noch viel größere Gefahr.
Plötzlich steht die verstorbene Jane vor Benson. Sie ist lebendig und fristet ihr Dasein in einem Fort für Schüler der Maxfield Academy, die durch Duplikate ersetzt wurden. Aber auch sie alle sind Gefangene und durch einen Chip im Kopf auf seltsame Art mit ihren Duplikaten in der Schule verbunden. Ein Kampf mit unklaren Fronten beginnt, denn Benson und Becky können sich nicht sicher sein, wer Freund und wer Feind in diesem wahnsinnigen Experiment ist.

Meine Meinung:

Nachdem ich das Ende vom ersten Teil so spannend fand, habe ich beschlossen, den zweiten und abschließenden Teil gleich hinterher zu schieben.
Benson und Becky sind mehr oder weniger die einzigen Überlebenden des Fluchtversuchs. Und dann stoßen sie auf ein Dorf voller Menschen – allerdings der Menschen, die sie aus der Schule als Roboter kennen. Die Originale sind mit ihren Doubles durch einen Chip im Kopf vernetzt und können so miterleben, was in der Schule vor sich geht.
Schon den ersten Teil fand ich zwischendurch etwas langatmig. Ich will damit nicht sagen, dass es langweilig und spannungslos war. Wobei – doch. Langweilig war es irgendwie schon. Benson und Becky verstecken sich jetzt in diesem Dorf, das natürlich auch von der Maxfield kontrolliert wird und sitzen mehr oder weniger wieder genauso fest.
Benson ist auch irgendwie ein Protagonist, den ich nicht mag. Ständig will er mit dem Kopf durch die Wand, kümmert sich kaum um seine Mitmenschen und neigt zur Gewalt. Tatsächlich ist dieses Buch so voller Gewalt, dass ich irgendwann nur noch die Augen verdrehen konnte.
Auch, wenn durch Bensons ständige bescheuerte Aktionen eigentlich immer etwas los ist, musste ich mich teilweise dazu zwingen, weiterzulesen. Der Autor hat es mit seinem Dilogie-Abschluss einfach nicht geschafft, mich zu fesseln, geschweige denn, dass ich eine Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Ehrlich gesagt war mir völlig egal, was jetzt mit denen passiert.
Daran war wohl der Schreibstil schuld, denn ich habe überhaupt nicht mit den Figuren mitgefühlt und es war alles eher ziemlich emotionslos. Und auch verwirrend. In einer Szene tötet Benson einen Androiden und ich dachte mir, Hey cool, jetzt ist der endlich mal weg vom Fenster. Denkste. Denn auf der nächsten Seite taucht der dann wieder auf. Und niemand wundert sich. Außer mir. Denn der Autor hat es wohl versäumt, dem Leser mitzuteilen, dass es von diesen bestimmten Androiden ganz viele Klone gibt. Aber hey. Kann ja mal passieren.
Was ich jetzt von der Auflösung halten soll… Das war irgendwie so 0-8-15. Als hätte sich der Autor nochmal schnell was aus den Fingern gesogen, mit dem er die Gesellschaft kritisieren will und aufzeigt, was denn mal passieren könnte. Hat mich einfach nicht überzeugt. 

Fazit:

Zusammenfassend kann ich eigentlich nur sagen: Wenn euch der erste Band schon nur so semi gefallen hat, dann könnt ihr euch den zweiten Band sparen. Ganz ehrlich. Ich bin sonst wirklich niemand, der Reihen abbricht, aber hier wäre es kein Verlust gewesen. Zu viel oberflächliche Gewalt, ein nerviger und engstirniger Protagonist und ein Schreibstil, der überhaupt keine Emotionen transportiert. 

                                                          2 / 6 Herzen

1 Kommentar:

  1. Es ist echt schade, dass dir ja so gar nich gefallen hat meine Maus :((

    Ich war aber auch leider enttäuscht von der Fortsetzung :((

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