[Rezension] Ashes 3.1

Ruhelose Seelen




Autor: Ilsa J. Bick
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: INK
ISBN 978-3863960070
448 Seiten 

Klappentext:

Eine unfassbare Katastrophe hat unsere Welt für immer verändert. Wer dabei nicht dem Tod zum Opfer gefallen ist, kämpft nun Tag für Tag ums Überleben. Die größte Bedrohung geht von den Veränderten aus – jenen gefürchteten Jugendlichen, die sich aus bisher unerfindlichen Gründen seit der Katastrophe in blutrünstige Kannibalen verwandeln. Auch die siebzehnjährige Alex fürchtet diese Bestien und würde keine Sekunde zögern, sie zu töten. Doch als einer dieser Jungen ihr das Leben rettet, nagen Zweifel an ihr. Ist es möglich, dass seine Seele trotz der Verwandlung in ihm weiterlebt? Und dann spürt Alex selbst etwas in sich wachsen: Eine unaufhaltsame Macht scheint von ihr Besitz zu ergreifen …

Meine Meinung: 

Genauso nichtssagend wie den Klappentext fand ich leider auch das Buch. Der eigentliche Plot bewegt sich kein Stück fort. Es werden nur noch neue Themen aufgeworfen, aber beantwortet wurden meine Fragen auch da natürlich nicht.
Überhaupt habe ich keine einzige Antwort bekommen.
Mit Ilsa J. Bicks Schreibstil werde ich mich wohl nie anfreunden können, aber das wusste ich ja jetzt schon. Die ständigen Perspektivwechsel haben mich schon in den ersten Büchern gestört und das war hier wieder genauso. Außerdem beschränkt die Autorin sich ja nicht nur auf zwei Perspektiven, sondern lässt mindestens 8 verschiedene Leute zu Wort kommen – manche mehr, manche weniger. Dann noch diese ausdauernden Details. Zum Beispiel die Beschreibung von einem Kampf: Vier Seiten lang. Das hab ich dann mit einem genervten „blabla“ in meinem Kopf nur überflogen.
Was ich außerdem unrealistisch fand: Ständig befinden sich die Leute (bevorzugt Alex, Chris oder Tom) in ausweglosen Situationen und ein normaler Mensch wäre schon längst gestorben. Aber sie scheinen ständig wieder aufzuerstehen.
Dieser Band war für mich bisher der Brutalste und Ekelhafteste. In den ersten zwei Teilen hatte ich keine Probleme mit den grauenhaften Schilderungen, aber hier musste ich schon ab und zu schlucken.
Außerdem fand ich die Hoffnungslosigkeit und Trostlosigkeit schrecklich, die in diesem Buch sehr deutlich rüber kam. Die Menschen erfrieren oder verhungern oder werden früher oder später von den Veränderten angegriffen… Wofür lohnt es sich dann überhaupt noch, zu leben?
Generell sind ja in dieser Reihe alle Charaktere sehr hart. Aber die Dinge, die dann teilweise geschehen, fand ich einfach nur widerwärtig und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das in Wirklichkeit so passieren würde. Es sind ja nicht alle Menschen schlecht.
Außerdem hat es mich echt genervt, dass alle immer ständig mit sich selbst reden. Bei Peter konnte ich es ja noch verstehen: Er wird gefangen gehalten und wird langsam wahnsinnig. Aber bei Alex oder Tom zum Beispiel habe ich es nicht wirklich verstanden…
Ich weiß wirklich nicht, wie die Autorin das im letzten Band (bzw. im Original gibt es ja nur den zusammenhängenden dritten Band) noch zufriedenstellend auflösen will.
Jetzt kommen wir aber mal zu den positiven Sachen: Auch wenn es den bisherigen Plot nicht wirklich voran getrieben hat, gab es gegen Mitte bis Schluss noch einige interessante Dinge, die dann doch Spannung aufkommen ließen (auch, wenn diese nur sehr schleppend war, da es ja ständig Perspektivwechsel gab und immer wenn es spannend wurde, erst mal jemand anderes über ein völlig anderes Thema erzählt hat). 

Fazit: 

Okay, das hört sich jetzt echt richtig negativ an. Ich fand das Buch jetzt eigentlich nicht grottig, es gab halt nur viel, das mich gestört hat. Ich werde die Reihe auf jeden Fall noch beenden, weil mich einfach interessiert, was für eine Auflösung sich die Autorin ausgedacht hat. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich froh bin, wenn ich den vierten Band zuschlagen kann und diese Reihe endlich abhaken kann. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich die Bücher weiterempfehlen könnte. Wahrscheinlich eher nicht. 

                                                      3 / 6 Herzen

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