[Rezension] Berlin Requiem

Zombies in Berlin 




Autor: Peter Huth
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Heyne
ISBN 978-3453676664
336 Seiten 

Klappentext:

Berlin im Hier und Jetzt: Ein rätselhafter Virus ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen zunächst in ein Koma und erwachen dann wieder – regiert vom rasenden Instinkt, alles und jeden zu töten. Erste Medienberichte verunsichern die Bevölkerung: Angeblich sind nur Mitbürger mit Migrationshintergrund betroffen, Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert. In einer Blitzaktion wird eine Mauer um das betroffene Gebiet errichtet, Innensenator Sentheim verhängt den Ausnahmezustand. In diesen dunklen Stunden erhält der investigative Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte …

Meine Meinung: 

Mit diesem Buch habe ich schon geliebäugelt, seit es erschienen ist. Momentan interessieren mich Zombies zwar nicht mehr ganz so, wie das damals der Fall war, aber das ist auch gar nicht weiter schlimm. Denn die Zombies sind eigentlich nur Nebenfiguren in diesem Roman.
Vielmehr geht es um Politik und – was mich sehr gefreut hat – Journalismus.
Unser Protagonist ist der Journalist Robert Truhs, allerdings kommen im Laufe der Geschichte auch andere Charaktere zur Sprache. Zum Beispiel Sara, die mit Robert schon befreundet ist, seit sie Kinder sind. Die beiden führen mehr oder weniger eine on/off-Beziehung.
Zwischen Robert, Sara und deren Chef und langjährigen Freund Christian gibt es auch ein Geheimnis, das in Saras Gesicht eine große Narbe hinterlassen hat. Immer wieder werden gewisse Geschehnisse in Warschau erwähnt und das bildet nochmal zusätzlich einen Anreiz, weiterzulesen.
Ich war ehrlich gesagt erstaunt, dass es zu einem so großen Teil um Politik geht, aber letztendlich war das nicht wirklich schlimm. Hätte ich es vorher gewusst, hätte es mich wahrscheinlich abgeschreckt.
Was mir außerdem gut gefallen hat, war der Aspekt mit der Mauer und dass es in Berlin spielt. Die Protagonisten sind schon etwas älter und haben den Mauerfall miterlebt und da ist es natürlich ein merkwürdiges Gefühl für sie, wenn da auf einmal wieder so eine steht.
Ein wichtiger Teil war auch Rassismus, da Türken den Virus scheinbar zuerst bekommen haben. Das ruft in der Bevölkerungen große Unruhen und Abneigungen hervor.
Den Schreibstil fand ich eher gewöhnungsbedürftig. Man könnte zwar sagen, schonungslos ehrlich aber manchmal wirkte mir genau das ein bisschen zu gezwungen.
Die Erklärung für die Zombies am Ende fand ich gut gelungen, es war auf jeden Fall mal was anderes. Auch wenn das Ende eigentlich noch ziemlich offen ist, bin ich damit zufrieden gewesen.

Fazit:


Wer auf der Suche nach einem Buch ist, in dem Zombies die Hauptrolle spielen, der ist mit diesem hier falsch beraten. Wenn man sich aber darauf einlassen kann, dass vor allem Politik in so einer Krise auch eine große Rolle spielt, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick wagen. Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, auch wenn es mich jetzt nicht umgehauen hat. 

                                                        5 / 6 Herzen

Kommentare:

  1. Hi Steffi,

    ich habe mir mal erlaubt, dich zu taggen. :D Ich würde mich freuen, wenn du mitmachen würdest. :)
    Hier der Link: http://read-around-the-universe.blogspot.de/2015/04/tag-der-buch-planeten-tag.html

    Gruß, Florian

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  2. Huhu,

    das Buch hatte ich mir mal in der Bücherei ausgeliehen, aber dann doch ungelesen wieder zurück gegeben. :/ Vielleicht sollte ich es mir doch nochmal ausleihen, denn deine Rezi klingt vielversprechend. :))

    Liebe Grüße <3

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