[Rezension] Sapphique

Fliehen heißt leben



Autor: Catherine Fisher
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Penhaligon
ISBN 978-3764530815
480 Seiten

Klappentext: 

Finn ist aus Incarceron entkommen, doch seine Freunde Keiro und Attia sind noch immer hinter dessen Mauern gefangen. In der so genannten Freiheit ist nichts so, wie Finn es erwartet hat – und beinahe zu spät wird ihm bewusst, dass sein Leben noch immer ebenso sehr in Gefahr ist wie während seiner Haft. Keiro und Attia suchen derweil nach Sapphiques Handschuh, der die Flucht aus Incarceron ermöglichen soll. Das Gefängnis selbst hat währenddessen für sich einen Körper erschaffen. Denn auch Incarceron will in die Freiheit gelangen, genau wie einst Sapphique – der einzige Gefangene, den Incarceron je geliebt hat.

Meine Meinung:

Ich hatte mich schon auf diesen zweiten Teil, der auch gleichzeitig den Abschluss der Dilogie bildet, schon gefreut. Den ersten Teil fand ich ja ganz okay, hatte aber auf eine Steigerung im zweiten Teil gehofft. Leider konnte mich Sapphique jedoch nicht mehr überzeugen, als Incarceron.
Das lag zu einem Großteil an den beiden Protagonisten.
Claudia fand ich schon im ersten Band teilweise ein bisschen anstrengend, aber jetzt hat sie mich nur genervt. Sie ist eine sture Person, die sich eigentlich nur darum kümmert, dass alles zu ihrem Vorteil passiert. Schon alleine, wie sie ihre Bediensteten behandelt, hat mir nicht gepasst. Einerseits war sie zwar ganz okay, aber dann gab es halt immer wieder so Momente, in denen ich sie gar nicht mochte.
Finn ist ja jetzt in der richtigen Welt und er kann sich immer noch nicht daran erinnern, dass er Prinz Giles ist. Und natürlich hat die Königin schon das passende Ass im Ärmel, um dies zu verhindern… Finn war irgendwie nur verbittert, ständig schlecht drauf und versessen drauf, Keiro zu finden, obwohl der das eigentlich gar nicht verdient hat.
Ich finde es auch sehr schade, dass die Autorin die Chance nicht genutzt hat, dem Leser mehr über die Welt, in der Claudia und Finn leben, zu erzählen. Man weiß zwar, es gibt das Protokoll, dass jeglichen Fortschritt verbietet, aber was es damit auf sich hat, bleibt ungeklärt.
Außerdem fand ich es schade, dass es so gut wie keine Liebesgeschichte gab. Man hat zwischendurch immer wieder gespürt, dass zwischen Claudia und ihrem Lehrer Jared irgendwas ist, aber niemand hat es je ausgesprochen. Ebenso wie Claudia nie auf diese Weise über Finn nachzudenken scheint. 

Fazit:

Leider konnte mich der abschließende Band der Dilogie nicht so wirklich fesseln. Mir hat es an einigen Dingen gefehlt und der Funke ist irgendwie nicht übergesprungen. Schade. 

                                                   4 / 6 Herzen

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