[Rezension] Der Marsianer

Für einen Survival-Roman ziemlich humorvoll



Autor: Andy Weir
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Heyne
ISBN 978-3453315839
512 Seiten




Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes ...




Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da es nächsten Monat als Film erscheint und es deshalb viele Leute lesen. Da ich ja gerne SciFi-Bücher lese und vor allem welche, die nah an der Realität sind, musste ich es einfach lesen. 
Das Buch geht direkt damit los, wie der Protagonist Mark Watney bei einem Sandsturm auf dem Mars verletzt wird. Daraufhin hält seine Crew ihn für tot und lässt ihn auf dem Planeten zurück. Watneys Gedanken kriegen wir meist über das Logbuch mit, das er führt. Er schreibt in Ich-Form und man merkt, dass er viel Humor hat, der ihm auch in solchen aussichtslosen Situationen nicht abhanden geht. Jeder andere Mensch hätte wahrscheinlich längst aufgegeben, doch Watney denkt sich immer wieder neue Lösungen für die zahlreichen Probleme aus, die ihm auf dem Mars begegnen. 
Aus einer auktorialen Erzählerperspektive kriegt der Leser dann auch immer wieder mit, was auf der Erde so vor sich geht. Dort fällt erst nach einer weile auf, dass Watney tatsächlich noch am Leben ist und es ist schön zu sehen, wie sich die ganze Welt vereint, um ihn zu retten. 
Die Spannung rührt im Prinzip daher, dass sich immer neue Probleme vor dem Mars-Astronauten auftun, von denen man denkt, dass es da nie und nimmer eine Lösung für gibt. Auch wenn die Spannung also eher unterschwellig ist, habe ich total mitgefiebert. Es ist unglaublich, was der Autor da für eine Recherche reingesteckt haben muss, man könnte meinen, er ist selbst Astronaut. Auch wenn ich von den meisten Raumfahrtsachen natürlich keine Ahnung hatte, habe ich mich immer wieder gerne überraschen lassen, wie Watney die Probleme löst. 
Das Einzige, was mich manchmal ein bisschen gestört hat, ist wie die NASA in den Himmel gelobt wurde. 
Da ich den Trailer schon kannte, hatte ich immer Matt Damon im Kopf. Ich bin schon gespannt, wie der Film das Buch umsetzt! 



Ein wirklich spannendes Buch, das sicherlich nicht nur etwas für Weltraumkenner ist. Auch ich als Laie hatte meinen Spaß daran und alle Begriffe werden immer ausreichend erklärt. Ich denke, das Buch ist auf jeden Fall auch etwas für Leute, die gerne Survival-Storys lesen. Der Humor des Protagonisten hat dem Ganzen noch etwas Besonderes verliehen. 


Kommentare:

  1. Hallöchen,
    also ich werde auf jeden Fall den Film schauen. Ich habe mich an das Buch noch nicht so richtig heran getraut, weil es so dick und so Science Fiction ist. :D Ich weiß auch nicht. Aber deine Rezension verspricht ja Gutes.. vielleicht sollte ich es mir doch nochmal näher ansehen. :D

    Liebst, Lotta :)

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  2. Tolle Rezension - ich bin durch den Trailer auf das Buch aufmerksam geworden und habe es bisher auf meiner Wunschliste, obwohl ich schon einige positive Rezensionen gelesen habe. Allerdings muss das Buch noch etwas warten, bis ich es dann spontan entweder auf der Buchmesse mitnehme ;) oder aber meinen SuB etwas abgebaut habe...

    Viele Grüße
    Patricia

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