[Rezension] Happenstance

Leider eine große Enttäuschung 


Autor: Jamie McGuire
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Piper
ISBN 978-3492307246
464 Seiten



Erin Easter weiß genau, was sie will: schnell ihren Abschluss machen, und dann nichts wie weg aus dieser verdammten Kleinstadt. Irgendwo ganz von vorne anfangen. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass sich plötzlich Weston Gates für sie interessieren könnte, dessen verführerische grüne Augen ihr Herz schon seit Jahren höherschlagen lassen. Dann stellt ein tragischer Unfall Erins Leben völlig auf den Kopf und bringt sie und Weston näher zusammen. Aber allmählich muss Erin sich fragen, ob sie all das, wovon sie immer geträumt hat, wirklich will …



Jamie McGuire hat mit Beautiful Disaster eines meiner Lieblingsbücher geschrieben. Auch Beautiful Oblivion habe ich abgöttisch geliebt. Deshalb waren die Erwartungen für Happenstance natürlich entsprechend hoch. Leider wurde ich dermaßen enttäuscht, dass ich teilweise gar nicht fassen konnte, dass wirklich Jamie McGuire diese Geschichte geschrieben haben sollte. 
Erin Easter steht kurz vor dem High School Abschluss. Sie will unbedingt aus der Kleinstadt weg, in der sie aufgewachsen ist, weil sie auf der Schule gemobbt wird und Angst hat, dass aus ihr nichts wird, wenn sie in der Stadt bleibt. Doch dann gibt es eine ziemlich überraschende Wendung und die Karten werden ganz neu gemischt. 
Diese Wendung hat mich auf jeden Fall überrascht, wenn auch nicht in jeder Hinsicht auf positive Weise. Die Art und Weise, wie es rübergebracht wurde, fand ich teils einfach ein bisschen plump. 

Die Charaktere kamen einfach die meiste Zeit nicht rüber. Sie waren mir mehr oder weniger egal. Und Weston war zwar am Anfang noch ganz nett, aber mit der Zeit fand ich ihn einfach nur noch merkwürdig und hatte ein bisschen Angst vor ihm. Und seine Erklärung, warum er sich mit einem Mal für Erin interessiert, fand ich total abgedroschen und unglaubwürdig. 
Das für die Autorin sonst so typische Kribbeln kam einfach nicht auf. Ich fand die Liebesgeschichte - unter anderem wegen des Love Interests - einfach überhaupt nicht toll oder süß oder ansprechend. 
Auch Erins Beziehung zu ihrer Mutter Gina fand ich einfach ganz schlimm. Von Beziehung kann man da eigentlich schon nicht mehr reden. 
Die Mobbing-Elemente fand ich krass und die Begründung dafür so lala. Ich weiß nicht, ob so etwas wirklich jahrelanges Mobben rechtfertigen würde. 
Außerdem gab es noch einige inhaltliche Sachen, die mich gestört und gewundert haben, aber ich will euch nicht spoilern. 


Schade. Ich hatte mich so auf die Geschichte gefreut. Für zwischendurch ist das Buch ja vielleicht auch ganz nett, aber ich hatte einfach so hohe Erwartungen, die nicht erfüllt wurden und mich haben sehr viele Dinge gestört. Deshalb kann ich das Buch leider nicht weiter empfehlen. 


                                                    3 / 6 Herzen

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