[Rezension] These Broken Stars 01

Titanic im Weltall 



Autor: Amie Kaufman & Megan Spooner
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Hyperion 
ISBN 978-1423171027
384 Seiten



Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...




Ich habe drei Anläufe gebraucht, um dieses Buch zu beenden. Ich kann es nicht so ganz erklären, aber die ersten hundert Seiten haben mich damals so gar nicht gefesselt. Im Endeffekt bin ich froh, es jetzt endlich gelesen zu haben, aber es gab leider Stellen, die mich ein bisschen enttäuscht haben. 

Tarver ist ein Soldat und stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen - zumindest im Vergleich zur restlichen Besatzung der Ikarus. Er hat sich durch viele Einsätze und Heldentaten einen Namen gemacht und sich genug Ansehen verdient, um auf einem Schiff mit der „High Society“ zu reisen. Er verabscheut diese reichen Menschen allerdings. 

Lilac ist die Tochter des Mannes, dessen Firma für das Terraforming neuer Planeten zuständig ist und sie ist stinkreich. Sie ist es gewohnt, dass andere Leute sich um die Dinge kümmern. 

Ich fand es gut, dass die Protagonisten abwechselnd zu Wort kommen. Gerade am Anfang habe ich mich oft gefragt, was jetzt wohl im Kopf des anderen vorgeht und habe es so wenige Seiten später meist auch erfahren. 

Die beiden Protagonisten befinden sich auf dem Raumschiff Ikarus, als diese unerwartet abstürzt und auf einem unbekannten Planeten bruchlandet. Tarver und Lilac sind die einzigen Überlebenden.

Lilac war am Anfang eine ziemlich schreckliche und nervige Person, bis sie endlich mal geschnallt hat, dass es auf dem Planeten ums blanke Überleben geht. Nach ihrer Wandlung war sie allerdings ein sympathisches Mädchen. 

Ich muss sagen, dass das Buch inhaltlich nicht so viel hergibt. Dadurch, dass die beiden auf ihrer Wanderung über den Planeten immer wieder neue Dinge sehen, wird es beim Lesen selbst eigentlich nicht langweilig. Aber wenn man dann mal darüber nachdenkt, ist es wirklich ein bisschen dünn. Was ich persönlich merkwürdig fand, ist, dass sie einmal von einer wilden Bestie angegriffen wurden, und dann nie wieder. Es gab außer diesem keine anderen Lebewesen auf dem Planeten und das war irgendwie ein bisschen unstimmig, denn wenn es eins gibt, dann gibt es auch mehrere. 

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich positiv überrascht, teilweise hatte ich ein richtiges Kribbeln im Bauch. 

Leider gönnen die Autorinnen Tarver und Lilac ihr Glück nicht lange. So gegen Ende passiert etwas, was ich irgendwie völlig komisch und blöd fand und dieses Ende hat mir das Buch dann leider wieder etwas kaputt gemacht. Überhaupt die ganze Erklärung für die mysteriösen Dinge, die auf dem Planeten passieren, hat mir nicht so gut gefallen. 



Wenn ich meine Rezi mal so überfliege, hört sich das ziemlich negativ an. So schlecht fand ich das Buch eigentlich nicht. Größtenteils konnte es mich überzeugen und die Liebesgeschichte war süß. Bloß hat mir das Ende nicht wirklich gefallen und einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, weil ich damit rechne, dass die Ereignisse in den Folgebänden noch eine größere Rolle einnehmen werden. 

4,5 / 6 Blümchen

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1 Kommentar:

  1. Schicke Rezi! Das Buch erscheint ja demnächst auf deutsch und ich bin gespannt wie es mir dan gefällt ;)

    LG Piglet <3

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