[Rezension] Wer die Lilie träumt

Genauso faszinierend wie Band 1



Autor: Maggie Stiefvater
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Script5
ISBN 978-3839001547
528 Seiten



Mit jedem Tag, den Blue mit Gansey verbringt, fällt es ihr schwerer, sich nicht in ihn zu verlieben – obwohl sie weiß, dass ein Kuss von ihr der Grund für seinen nahen Tod sein könnte. Sie ist fasziniert von seiner leidenschaftlichen Suche nach dem verschwundenen König Glendower, und in der knisternden Hitze des Sommers kommen Blue, Gansey und die Raven Boys diesem Ziel immer näher. Vor allem Ronans Fähigkeit, Gegenstände aus seinen Träumen in die reale Welt zu bringen, lässt die Lösung greifbar werden. Doch das Spiel mit der Traumwelt ist gefährlich und Blue und ihre Freunde sind nicht die Einzigen, die sich ihre Wünsche herbeiträumen wollen … 



Ich fand ja schon den ersten Teil der Reihe sehr besonders und toll und es wurde langsam mal Zeit, dass ich weiterlese. Ich konnte mich leider nicht mehr so gut daran erinnern, was alles im ersten Teil passiert ist und muss auch leider sagen, dass die Autorin meiner Erinnerung nicht so wirklich auf die Sprünge geholfen hat. Deshalb - und vermutlich, weil ich mich an den Stil erst wieder gewöhnen musste - habe ich mich auf den ersten Seiten schwerer getan, als ich es erwartet hatte. 

Zur Handlung will ich jetzt gar nicht so viel sagen. Die Freunde sind weiterhin auf der Suche nach Glendower und begegnen dabei vielen Mysterien. 

Wie schon im ersten Band schildert die Autorin die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven und so bekommt man überall mal was mit. 

Blue hat mir wieder genau so gut gefallen, wie schon in Band eins. Sie sagt ihre Meinung, hat Temperament und ist nicht nachtragend. Außerdem hat sie eine sehr gute Menschenkenntnis und sieht so einiges, was anderen Teenagern in dem Alter nicht aufgefallen wäre. Aber Blue ist auch einfach kein normaler Teenager. Allerdings taucht Blue in diesem Buch längst nicht so oft auf, wie im ersten und ich würde sagen, sie ist nicht mehr die alleinige Hauptfigur. 

In diesem Band kommen zwei neue Personen hinzu. Einmal ist das der graue Mann. Er ist ein Auftragsmörder und soll etwas bestimmtes in Henrietta finden, womit er unseren Protagonisten ziemlich auf die Pelle rückt. Der graue Mann war irgendwie total faszinierend. Er war zwar irgendwo natürlich böse, weil er Menschen umbringt, aber das steht bei ihm überhaupt nicht im Vordergrund. Das müsst ihr einfach selbst lesen, um es zu verstehen. 

Neu ist außerdem auch Peter Kavinsky. Eine sehr komische Person. Zwischen ihm und Ronan besteht so etwas wie eine Hassliebe. Die beiden liefern sich regelmäßig Autorennen und versuchen sich zu übertrumpfen, aber irgendwas ist da auch zwischen ihnen… Ich habe mich teilweise gefragt, ob Ronan schwul ist und auch ob Kavinsky auf ihn steht… Die Autorin hat das alles so schwammig geschrieben. 

Ich fand es toll, dass in diesem Buch auch mehr auf Ronan eingegangen wurde und ich ihn besser kennen lernen konnte. Ich war immer wieder überrascht, wie stark seine Bindung zu Gansey ist, denn eigentlich ist Ronan ja mehr der Typ Einzelkämpfer. Ich mochte seine Ausraster und auch, dass er einfach kein Blatt vor den Mund nimmt. Allerdings stelle ich ihn mir ziemlich schrecklich vor mit seiner Glatze, dem Tattoo und dem ewigen Muskelshirt.  

Wer sich in diesem Buch (absichtlich) sehr negativ entwickelt hat, ist Adam. Ich war schon im ersten Band kein großer Fan von ihm, aber hier konnte ich teilweise seine Handlungen nicht wirklich nachvollziehen. 

Ja und dann ist da noch Gansey. Ich finde es toll, dass er nicht perfekt ist und dass er so eine eigene Art hat. Gansey hat mich wirklich begeistert und ich freue mich schon darauf, im nächsten Teil mehr von ihm zu lesen. 

Die Handlung war für mich auch dieses Mal völlig unvorhersehbar, was ich aber nicht schlimm fand. 
Das Ende war wieder ziemlich rasant. In kurzer Zeit passierte nochmal eine ganze Menge und einiges davon hat mich überrascht. Ich freue mich schon sehr auf Band 3!


Wie schon beim ersten Teil kann ich einfach nur sagen, dieses Buch ist total besonders. Es ist sicherlich nicht für jeden etwas, da der Schreibstil schon eher speziell ist und die Geschichte ziemlich langsam voranschreitet. Trotzdem lohnt es sich auf jeden Fall, die Bücher zu lesen, denn schon allein die Charaktere sind es wert, gelesen zu werden. 



5,5 / 6 Blümchen

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Kommentare:

  1. Huhu hier bin ich wieder :D,

    Meiner Meinung nach machen die Charaktere sehr viel aus in diesem Buch. Was ich eben auch schön fande war, dass der graue Mann nicht der Stereotyp von einem Auftragskiller war, sondern eben eine Persönlichkeit hatte :D.
    Oh ja das mit Ronan und Kavinsky ist wirklich etwas seltsam :D, und ich liebe die Beziehung von Gansey und Ronan *hach*
    Und die zeit reicht bei mir gar nicht aus, um zu schreiben, wie sehr ich Richard Dick Campell Gansey III liebe.
    Und ich mag auch den Schreibstil von Maggie Stiefvater sehr sehr gerne :D.

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Ich fand den grauen Mann ja auch irgendwie gut :D
      Und Gansey.. Ja, den mag ich auch und er ist ein total lebendiger Charakter. Aber bislang finde ich, er wirkt irgendwie so unmännlich :D Ich weiß nicht. Verstehst du, was ich meine? Wenn sich jetzt irgendein Mädchen nackig vor ihn hinstellen würde, habe ich das Gefühl, würde er sich nicht hinreißen lassen, wie wahrscheinlich jeder andere Kerl in seinem Alter (gut, mit Ausnahme von Adam, der ist zu schüchtern).
      Oder siehst du das anders?
      Liebe Grüße :)

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    2. Oh ja ich kann mir das gerade bildlich vorstellen. Ich glaube er würde das Mädchen eher wieder anziehen und sich fragen, was das sollte :D
      Ja stimmt so ganz männlich ist er wirklich nicht ;D
      Liebe Grüße
      Anna

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