[Rezension] Beautiful Redemption

Leider nicht so gut, wie erwartet



Autor: Jamie McGuire
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Piper
ISBN 978-3492308175
432 Seiten



Liis Lindy ist eine ehrgeizige und knallharte FBI-Agentin. In einer Bar lernt sie den Sonderermittler Thomas Maddox kennen. Sein Auftrag lautet, die härtesten Kriminellen hinter Gitter zu bringen – und dabei macht ihm keiner etwas vor. Er gilt als arrogant und unnahbar. Doch dann gelingt es ausgerechnet der sturen und unverbesserlichen Liis, Thomas’ harte Schale zu knacken, und sie merkt: Liebe kennt keine Kompromisse – schon gar nicht für Thomas Maddox!



An dieses Buch hatte ich natürlich haushohe Erwartungen, da ich die restlichen Teile der Beautiful-Reihe so liebe. Sagen wir mal so, sie wurden teils erfüllt und teils nicht. 
In diesem Buch darf auch Thomas endlich seine Liebe finden, nachdem Cami ihn für seinen Bruder Trenton sitzen gelassen hat. 

Die Geschichte wird aus der Sicht von Liis erzählt. Sie ist vor ihrem Verlobten nach San Diego geflohen, weil sie ihn einfach loswerden will. Liis ist mit ihrem Job verheiratet und glaubt nicht so recht an richtige Liebe. Sie ist knallhart, FBI-Agentin und mitunter der Grund, warum mich dieses Buch nicht völlig überzeugen konnte. 

Zu Anfang war noch alles gut. Ich bekam mit, wie Liis an ihrem ersten Abend in San Diego Thomas aufgerissen hat. Und wie die beiden sich danach in einer blöden Situation wiederbegegnen. So weit, so gut. Ich mochte die Dynamik, die sich zu Anfang zwischen den beiden entwickelt hat und dass Liis nichts auf sich hat sitzen lassen. Ich mochte es auch, als Thomas nach einiger Zeit merkt, dass Liis ihm viel bedeutet und dass er so eine ganz andere Seite von sich zeigt. 

Ich mochte allerdings nicht, dass er trotzdem irgendwie noch die ganze Zeit in Cami verliebt war. Das hat einfach genervt und immer wieder zur selben Diskussion geführt. Die Geschichte trat zwischenzeitlich auf der Stelle. 

Die Sache mit dem FBI hätte ich interessant gefunden, aber man bekommt nicht wirklich etwas davon mit, außer gegen Ende vielleicht mal ein bisschen. Abgesehen davon hatte ich nicht das Gefühl, dass die Herrschaften da in ihrem Büro wirklich was tun müssen. Schade eigentlich. 
Heimliches Highlight war Val, die ständig schimpft und irgendwie echt nicht nett ist, aber doch eine ziemlich coole Socke. Überhaupt fand ich die Nebencharaktere ziemlich interessant. 

Aber Liis hat mich irgendwann auch ein bisschen genervt. Sie kam teilweise ein bisschen gefühlskalt rüber und ich konnte keine richtige Bindung zu ihr aufbauen.  

Ich muss auch sagen, die Autorin hat es geschafft, dass alle Charaktere aus früheren Büchern, die hier Cameos hatten, mir wahnsinnig unsympathisch erschienen. Zum einen Travis - Igelfrisur? Was? Das hört sich sowas von schrecklich und unsexy an. Dann Cami: Raspelkurze Haare. Hab ich da irgendwas nicht mitgekriegt? 

Naja. Auch das Ende fand ich ein bisschen unspektakulär. Ich glaube, das liegt einfach daran, dass ich zu keinem der beiden Protagonisten so richtig eine Beziehung aufbauen konnte. 



Insgesamt hat mich das Buch eher enttäuscht. Obwohl ich das erste Drittel noch richtig gut fand, hat es danach für mich irgendwie nachgelassen. Es war zwar jetzt nicht total schlecht, aber verglichen mit dem letzten Buch der Reihe konnte es mich einfach nicht so überzeugen. Mir fehlte eine Bindung zu den Charakteren und Emotionen aus Liis Seite. 

4,5 / 6 Blümchen

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