[Rezension] Did I mention I love you // Dark Love

Autor: Estelle Maskame
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Black and White Publishing 
ISBN 978-1845029845
422 Seiten



Die 16-jährige Eden ist genervt: Sie soll den ganzen Sommer bei ihrem Vater verbringen, der eine neue Frau geheiratet hat. Immerhin wohnt er in Los Angeles, und so hofft Eden auf heiße Nachmittage am Strand und coole Partys. Nie jedoch hätte sie sich träumen lassen, was sie dort erwartet: nämlich ihr absolut unmöglicher neuer Stiefbruder, der 17-jährige Tyler. Der pöbelt sich durch die gepflegte Willkommensparty, beleidigt alle, inklusive Eden, und zieht türenschlagend wieder ab. Eden ist zugleich abgestoßen und fasziniert von ihm. Denn seine smaragdgrünen Augen verraten, dass irgendwo in ihm eine sehr verletzliche Seele ist, die sich mit extrem grobem Äußeren panzert. Und auch Tyler scheint wider Willen von Eden angezogen zu sein …



Eine verbotene Liebesgeschichte, Stiefgeschwister, die sich ineinander verlieben, ein Bad Boy - das hörte sich einfach wahnsinnig spannend an und für mich stand schnell fest, dass ich dieses Buch lesen will. 

Eden fand ich als Charakter okay, aber manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht so ganz nachvollziehen. An ihrem ersten Abend bei ihrem Dad lernt Eden Rachael von gegenüber kennen und verbringt dann im Prinzip den ganzen Sommer mit ihr und deren zwei Freundinnen Meghan und Tiffani. Wenn Eden Zeit mit ihren neuen „Freundinnen“ verbracht hat, hatte ich immer das Gefühl, dass sie sie gar nicht mag (und auch umgekehrt hatte ich nicht das Gefühl, dass sie Eden besonders mögen und habe dementsprechend nicht verstanden, warum sie sie überhaupt immer wieder eingeladen haben). Erst auf den letzten 100 Seiten oder so entwickelte sich dann etwas wie eine Freundschaft zwischen Eden und Rachael. Aber bis zu dem Punkt habe ich wirklich nicht verstanden, warum die Mädchen was miteinander gemacht haben. 

Noch so ein Punkt, der da irgendwie dazu gehört, waren die Partys. Offensichtlich hasst Eden Partys. Sie trinkt nichts, möchte immer am liebsten sofort wieder weg und es macht ihr einfach keinen Spaß. Ich habe nicht verstanden, warum sie trotzdem. jedes. Mal. wieder hingeht. Und zwar ohne sich selbst einzugestehen, dass sie eigentlich keine Lust darauf hat. Das fand ich einfach seltsam. Ich konnte bei Eden auch keine Charakterentwicklung feststellen. Wenn, dann eher ein bisschen zum Schlechten, weil sie es sich zur Gewohnheit macht, ihren Dad anzumotzen und sich danebenzubenehmen. 

Tyler mochte ich als Charakter ganz gerne. Am Anfang ist er echt ein richtiger Arsch, aber sobald er sich Eden gegenüber mehr öffnet, versteht man ihn besser und er zeigt seine besseren Seiten. Als die beiden zusammengefunden hatten, fand ich ihn richtig süß. 

Was die Beziehung zwischen den beiden angeht, hat es mich echt getroffen wie eine Bratpfanne ins Gesicht. 180 Seiten lang war da nichts, Eden hat zwar einmal erwähnt, dass Tyler gut aussieht, aber das wars und auf einmal küsst sie ihn.. Generell habe ich absolut nichts gegen sich langsam aufbauende Liebesgeschichten, aber da hat sich einfach nichts aufgebaut. So kam das Ganze ein bisschen aus dem Nichts und das fand ich schade, denn die ganze Situation hätte noch mehr Potenzial gehabt. So musste ich mich irgendwie damit abfinden, dass die beiden sich auf einmal toll finden. 

Einerseits ist mir schon bewusst, dass ich einige Kritikpunkte habe, aber andererseits hat die Geschichte einfach süchtig gemacht und mich so gut unterhalten, dass mich das beim Lesen gar nicht gestört hat. Es war ein bisschen wie bei After (in vielen Hinsichten eigentlich, denn Tyler hat auch Ähnlichkeiten zu Hardin), aber dann doch nicht ganz so schlimm :P 

Insgesamt hat mir die Geschichte ganz gut gefallen, aber dann kam der Epilog… Also ganz ehrlich, mit dem Ende hätte ich ja für einen Cliffhanger leben können, aber der Epilog hat mir gar nicht gefallen. Auf einmal sind 10 Monate vergangen und alles ist völlig anders und so gar nicht, wie man es sich wünscht. Und vor allem ist in der Zeit nochmal so viel passiert, da hätte die Autorin wahrscheinlich nochmal ein ganzes Buch drüber schreiben können, aber stattdessen gibt es nur 10 Seiten. Dass so viel Zeit vergangen ist und das, worauf die Geschichte hinausläuft, hat mir nicht so gut gefallen. 


Die Geschichte an sich hat mir schon gut gefallen. Ich habe zwar einige Kritikpunkte, aber nichtsdestotrotz hatte das Buch eine Sogwirkung auf mich und ich habe es gerne gelesen. Das einzige, was mich wirklich richtig gestört hat, war das Ende. Trotzdem werde ich natürlich weiterlesen, in der Hoffnung, dass das zweite Buch das wieder gutmachen kann. 

5 / 6 Blümchen

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Kommentare:

  1. Nach den ersten paar Absätzen hätte ich gedacht, das Buch bekommt von dir nicht mehr als drei Punkte :D:D Aber schön, dass es dir dann doch irgendwie gefallen hat :)

    Liebst, Lara.

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    1. Ich weiß... es ist eigentlich total unlogisch :D Aber ich hatte irgendwie Spaß beim Lesen :D
      Liebe Grüße :)

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  2. Hallo Steffi,

    Deine Rezension ist echt zum tot Lachen :D Ich hab genauso wie du empfunden als ich das Buch gestern beendet habe. Aber bei mir wird die Rezension eher nicht so positiv ausfallen. Den Epilog fand ich mit Abstand am besten. Ich mochte aber auch Tyler ganz und gar nicht also kann man es dann minimal nachvollziehen.

    Liebste Grüße
    Sara ♥

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    1. Hihi :D Dann halte ich mal die Augen offen für deine Rezi :)
      Liebste Grüße <3

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