[Rezension] Lockwood & Co 01 - Die seufzende Wendeltreppe



Autor: Jonathan Stroud 
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: cbj
ISBN 978-3570156179
432 Seiten 

 LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.


So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …





Eigentlich kommt es nicht soo oft vor, dass ich Middle Grade lese. Auf diese Reihe bin ich dank der lieben Mella aufmerksam geworden, die sie total toll findet. 

Ich wusste relativ wenig über die Geschichte, als ich anfing zu lesen. Nach und nach erfuhr ich mehr über die Situation, in der die Protagonisten sich befinden: Ein von Geistern geplagtes England, in dem jugendliche Agenten es mit den Erscheinungen aufnehmen müssen, weil ältere Menschen gar nicht dazu in der Lage sind, die Geister wahrzunehmen. So weit, so gut. 

Gleich zu Beginn begleiten wir Lucy, aus deren Perspektive in Ich-Form die Geschichte geschildert wird, und Lockwood, den manchmal etwas kauzigen Chef der Agentur, zu einem Auftrag. Es stellt sich heraus, dass die Heimsuchung in dem Haus deutlich gefährlicher ist, als die beiden zunächst angenommen hatten und außerdem gehen einige Dinge schief, sodass letztendlich das Haus zerstört wird und mit ihm auch der Ruf der Agentur Lockwood. 
Jetzt haben die drei Jugendlichen, aus denen die Agentur besteht, auch noch eine fette Geldstrafe am Hals und wie kann man schon Geld auftreiben, wenn nicht mit Geisterjagen? 

Beim Lesen hat man schon häufig gemerkt, dass das Buch sich an jüngere Leser richtet. An der Stelle Respekt an den Autor, denn er hat den Ton seiner Zielgruppe meiner Meinung nach ziemlich gut getroffen. 
Häufig erinnerte mich die Konstellation und die Gespräche, die die drei haben, an die drei Fragezeichen. Auch der Humor war ziemlich super. So hacken Lucy und George - der dritte im Bunde - oft aufeinander rum, wobei teilweise echt lustige Wortwechsel entstehen. 

Die Geschichte an sich ließ sich total schnell und flüssig lesen. Auch wenn mir gerade in der ersten Hälfte noch nicht so ein richtiger Hauptkonflikt präsentiert wurde, blieb ich am Ball - schon alleine, weil die Seiten nur so dahinflogen. 
Als es dann zu einem neuen Handlungsstrang etwa nach der Hälfte der Geschichte kam, war mir relativ schnell klar, wie das Ganze enden würde. Somit habe ich mich teilweise ein bisschen darüber geärgert, dass die drei jungen Agenten schon ziemlich auf dem Schlauch standen. Aber das hat mein Lesevergnügen nicht beträchtlich geschmälert. 

Die drei Protagonisten Lockwood, Lucy und George waren auf ihre eigene Weise charmant. Selbst George, der ständig irgendwelche Sachen futtert und meist mürrisch drauf ist, hat man irgendwie ins Herz geschlossen. 

Jede Menge Action und gruselige Geisterbegegnungen runden das Leseerlebnis ab.

 Der erste Band von Lockwood & Co enthält viel Action, eine Prise jugendlichen Leichtsinn, und einen dezenten Gruselfaktor. Auch wenn das Ende ab einem gewissen Punkt vorhersehbar war, hatte ich doch meinen Spaß beim Lesen und habe die sympathischen Charaktere gerne bei ihrem Abenteuer begleitet. Ich werde mir auf jeden Fall den zweiten Teil zulegen. 


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