[Rezension] Stalking Jack the Ripper



Autor: Kerri Maniscalco 
Erscheinungsjahr: 201
Verlag: Little Brown 
ISBN 978-0316273497
336 Seiten 

 Seventeen-year-old Audrey Rose Wadsworth was born a lord's daughter, with a life of wealth and privilege stretched out before her. But between the social teas and silk dress fittings, she leads a forbidden secret life.
Against her stern father's wishes and society's expectations, Audrey often slips away to her uncle's laboratory to study the gruesome practice of forensic medicine. When her work on a string of savagely killed corpses drags Audrey into the investigation of a serial murderer, her search for answers brings her close to her own sheltered world.

 Nachdem ich von so vielen verschiedenen Seiten gehört hatte, dass dieses Buch absolut lesenswert sein solle, konnte ich nicht widerstehen und wollte selbst in die Geschichte rund um Jack the Ripper eintauchen. 

Die Protagonistin Audrey Rose lebt in einer Zeit, in der Frauen keine andere Aufgabe haben, als einen passablen Mann zu finden und dann mit anderen Frauen beim Tee zu tratschen. Das entspricht so gar nicht der Vorstellung von Audrey Rose, die sich viel mehr für Wissenschaft interessiert, die eigentlich Männersache ist. Deshalb lernt sie heimlich bei ihrem Onkel, wie man Obduktionen durchführt und besucht seine Vorlesungen, in denen dieses Wissen vertieft wird. 
Bei einer dieser Vorlesungen lernt sie Thomas kennen, der ein weiterer Lehrling von Audrey Rose' Onkel ist und der zwar ziemlich intelligent, aber auch ziemlich unhöflich ist. 
Die Geschichte nimmt ihren Lauf, als eine Frau brutal ermordet wird und Audrey Rose schwört, ihren Mörder zu finden. 

Ich muss sagen, dass ich anfangs nicht so richtig in die Geschichte reinkam. Ich hatte erwartet, dass mich das erste Kapitel schon fesselt, allerdings war dem leider nicht so. Die ersten 80 Seiten waren eher mühsam für mich. Danach sprang der Funke aber zum Glück über und ich fieberte mit der Protagonistin mit und stellte meine eigenen Theorien auf, wer der Ripper sein könnte und wer nicht. 

Es gibt eine leichte Liebesgeschichte zwischen Audrey Rose und Thomas, die ganz niedlich war, aber mir persönlich ein bisschen zu schnell ging. Andererseits war es 1888 vielleicht auch so, dass die Leute sich schneller verliebt haben, weil es so üblich war, jung zu heiraten. Thomas Art fand ich ganz unterhaltsam, denn er ist häufig sarkastisch, allerdings ist er auch extrem arrogant und unhöflich dabei. 

Ich fand es gut, dass Audrey Rose sich nicht von der Gesellschaft hat unterkriegen lassen und ihrem Traum gefolgt ist. Ein Leben als Frau in dieser Zeit stelle ich mir furchtbar langweilig vor. Andererseits ist natürlich auch die Frage, wie realistisch es ist, dass die Protagonistin nicht mehr Widerstand oder Konsequenzen für ihren für damalige Verhältnisse recht schändlichen Zeitvertreib erfahren hat. 

Das Ende war relativ vorhersehbar, aber dennoch spannend. Es wurden alle offenen Fragen geklärt, sodass ich das Buch mit einem guten Gefühl schließen konnte. 

Auch wenn mir der Einstieg nicht so leicht fiel, habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es gab zwar relativ wenig unvorhersehbare Wendungen, aber mir hat der historische Aspekt sehr gefallen und die Jagd nach dem Ripper konnte mich trotzdem an die Seiten fesseln. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Buch und ich freue mich schon darauf, Teil 2 zu lesen. 


Kommentare:

  1. Hallo :)

    das Buch klingt total toll! Ich finde - aus irgendeinem Grund - Jack the Ripper total faszinierend. Immer wenn er in Büchern vorkommt, bin ich plötzlich total dabei :D Das Buch kommt auf jeden Fall auf die Wunschliste!

    Liebe Grüße
    Meiky

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    1. Freut mich, dass ich dich darauf aufmerksam machen konnte :) Ich bin gespannt, wie es dir gefällt!

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